Angel-Guide: John Chowns

Spinnfischen – das Herzstück meiner Jagd auf Räuber!

Spinnfischen - so geht's

Beim Spinnfischen geht’s richtig zur Sache: Du nimmst einen Kunstköder – egal ob Spinner, Wobbler oder Gummifisch – und führst ihn aktiv durchs Wasser, als wäre er echte Beute.

Spinnfischen
Spinnfischen
John Chowns im Preston Celsius Thermoanzug

Professioneller Angler
& Raubfisch-Guide:
John Chowns

Willkommen in der Welt des Spinnfischens. Mit der richtigen Spinnrute und ein bisschen Fingerspitzengefühl täuschst du so selbst die misstrauischsten Räuber.

Hecht, Barsch, Zander?

Die können dem nicht widerstehen.

Für mich als Raubfischangler ist das nicht einfach nur eine Technik – das ist pure Jagd, Adrenalin und Leidenschaft.

Autor: John Chowns

Die Basics beim Spinnfischen – direkt vom Wasser erzählt

Keine trockene Theorie – sondern das, was du wirklich brauchst, um loszulegen und die ersten Räuber ans Band zu kriegen. Hier sind die Grundlagen, so wie ich sie selbst lebe:

Ausrüstung – dein Werkzeug für den Fang

Spinnrute:

Die Rute ist dein verlängerter Arm – also wähl sie mit Köpfchen. Ich nutze je nach Gewässer und Zielfisch Ruten zwischen 2 und 3 Metern.

  • Für Barsche? Leichte Ruten mit 5–20 g Wurfgewicht – schön sensibel, perfekt für feines Zupfen.
  • Für Hecht oder Zander? Da darf’s schon ein bisschen mehr Bums sein: 20–60 g Wurfgewicht oder auch drüber, wenn’s sein muss.

Rolle:

Meine Wahl: Stationärrolle, Größe 2000–4000 – das passt zu fast allem. Wichtig ist, dass die Bremse sauber arbeitet und die Schnur ordentlich verlegt wird.

Wenn’s drauf ankommt, willst du nicht, dass irgendwas hakt.

Schnur:

Geflochtene Schnur ist mein Go-to. Stärke so zwischen 0,10 und 0,20 mm – sensibel genug, um jeden Zupfer zu spüren, aber stark genug für den Drill.

Wenn du’s lieber dehnbar magst oder etwas unauffälliger fischen willst: Monofile (0,20–0,30 mm) geht natürlich auch.

Köderwahl – wissen, was funktioniert

Spinner:

Altbewährt und immer noch top. Die Dinger rotieren beim Einholen, senden Vibrationen durchs Wasser – das mögen die Räuber. Besonders an trüben Tagen oder bei aktiven Fischen unschlagbar.

Wobbler:

Hier wird’s spannend: Die imitieren echte Beutefische – je nach Lauftiefe, Form und Aktion kannst du ganz gezielt fischen. Super für Hecht und Barsch!

Gummifische:

Mein persönlicher Favorit auf Zander. Die Dinger laufen genial am Jigkopf – und wenn du den Köder schön über Grund hüpfen lässt, kommt oft der knallharte Einschlag. Boom!

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Technik beim Spinnfischen – so bringst du Leben in den Köder

Spinnfischen auf Hecht
Spinnfischen auf Hecht
Angeln Guide: John Chowns

Beim Spinnfischen bist du der Motor – der Köder macht nix von allein, wenn du ihn nicht richtig führst.

Also: Auswerfen, einkurbeln – ja, klar.

Aber der Schlüssel liegt in der Bewegung, die du reinbringst. Hier zeige ich dir ein paar Techniken, mit denen du deinen Köder richtig zum Leben erweckst – und die Räuber heiß machst:

Gleichmäßiges Einkurbeln

Das ist der Klassiker – und super für Köder mit Eigenaktion wie Spinner oder Wobbler. Einfach sauber und gleichmäßig einholen, der Köder macht den Rest. Perfekt für Einsteiger oder wenn die Fische richtig aktiv sind.

Stop-and-Go

Hier wird’s schon spannender: Kurbel ein paar Umdrehungen, dann stopp kurz – zack, wieder weiter. Diese Pausen lassen den Köder „taumeln“ oder absinken, je nach Typ – besonders bei Gummifischen eine tödliche Waffe. Oft kommt der Biss genau in der Pause.

Twitchen

Das ist für Fortgeschrittene – aber mega effektiv: Du gibst dem Köder mit kurzen, ruckartigen Bewegungen über die Rute eine unregelmäßige, hektische Aktion. Das imitiert einen verletzten Beutefisch – und löst beim Räuber den absoluten Beißreflex aus. Besonders Wobbler reagieren super auf Twitching!

Tipps für mehr Bisse – so tickt der Räuber!

Spinnfischen auf Barsch
Spinnfischen auf Barsch

Du kannst das beste Tackle und den coolsten Köder haben – aber wenn du am falschen Spot zur falschen Zeit fischst, wird’s nix. Deshalb hier ein paar goldene Regeln, die ich mir selbst ins Fleisch geschnitzt hab:

Standortwahl – Fische da, wo die Fische sind

Klingt simpel, ist aber entscheidend. Raubfische stehen selten einfach so im Freiwasser rum. Die suchen Deckung und lauern.

Schau nach:

  1. Kanten – Übergänge von flach zu tief = Hotspot.
  2. Krautfeldern – perfekte Tarnung für Hechte.
  3. Versunkene Bäume, Steine, Brückenpfeiler – hier jagen oft Zander & Co.

Ein guter Spot ist Gold wert. Und wenn du mal einen gefunden hast – merk ihn dir!

Köderwechsel – sei kein Einton-Fischer

Wenn nix geht, bleib nicht stur. Wechsle mal die Farbe, den Lauf oder gleich den Ködertyp.

  • Gummi zu Wobbler
  • Natural zu Schockfarbe
  • Klein zu groß (oder andersrum)

Manchmal bringt der dritte, vierte Wechsel den entscheidenden Fang.

Tageszeit – wenn die Räuber wach werden

Dämmerung ist Jagdzeit. Morgens früh oder abends kurz vorm Dunkelwerden sind die meisten Räuber richtig aktiv. In diesen Phasen lohnt sich fast jeder Wurf.

Wetter – Wolken und Wind sind deine Freunde

Klarer Himmel, Sonne knallt – das kann zäh werden. Aber sobald’s ein bisschen bewölkt wird oder ein leichter Wind übers Wasser geht, werden die Räuber mutiger.

  • Trübes Licht
    • weniger Misstrauen
      • mehr Bisse.

Das waren ein paar meiner bewährten Basics

Angeln Guide: John Chowns
Professioneller Angler
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John Chowns

Am Ende gilt: Probier dich aus! Jede Technik hat ihre Zeit – je nach Wetter, Köder, Jahreszeit und Laune der Fische. Und wenn du spürst, wie der Köder „arbeitet“, wird’s richtig spannend.

Wenn du diese Basics draufhast, bist du schon verdammt nah dran am ersten richtig geilen Fang.

Und denk dran: Jeder Wurf kann der eine sein.

Glaub mir – der beste Tipp ist: Geh raus, beobachte, probier aus. Jeder Angeltag bringt dir mehr Gefühl für die Räuber.

Du kannst gerne bei mir auch mehr über meine Hecht Guiding, Barsch Guiding und Zander Guiding Touren erfahren.

Tight Lines!
Euer Angel Guide Johnny

Quellenlinks zum Thema Spinnfischen